Was ist ein Bildungsfonds?

Bildungsfonds ermöglichen begabten Studenten die Finanzierung eines zielstrebigen, fokussierten und erfolgreichen Studiums mit den besten Aussichten auf eine vielversprechende Karriere. Das Prinzip ist immer gleich: Ein Bildungsfonds zahlt ausgewählten Studierenden regelmäßig fixe Beträge zur Finanzierung ihres Studiums (insbes. der Lebenshaltungskosten, manchmal zusätzlich die Studiengebühren), Monat für Monat, Jahr für Jahr, für eine bestimmte Förderungsdauer, auf Wunsch bis zum Ende des Studiums. Das Kapital stammt von Förderern: Unternehmen, Stiftungen, Privatinvestoren; im Einzelfall auch von den Hochschulen bzw. Bildungsträgern selbst. Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Studierenden, nach Studienende und erfolgreichem Berufseinstieg Beiträge an den Fonds zu leisten. Zwei Arten von Bildungsfonds werden unterschieden: Bildungsfonds mit verdienstabhängiger Beitragszahlung und Bildungsfonds mit verdienstunabhängiger Beitragszahlung.

Wie hoch sind die Kosten für ein Studium?

Studieren ist sehr teuer. Neben den allgemeinen Lebenshaltungskosten (Miete, Ernährung, Kleidung, Telekommunikation, Fahrtkosten, Versicherungen, etc.) fallen rein studienbedingte Kosten für Verwaltungs- und Semestergebühren, Lernmittel, Bücher etc. an. Dazu kommen im Einzelfall dann auch noch Studiengebühren. Ein Hochschulstudium summiert sich so im Laufe der Jahre auch ohne Studiengebühren schnell auf: bei rund 800 Euro im Monat kommen im Laufe von elf Semestern etwa 45.000 Euro an Kosten zusammen!

Wie können diese Lebenshaltungskosten finanziert werden?

Meist tragen zum weitaus größten Teil die Eltern diese Last. Dazu kommen noch Gelder von BAföG, aus eigenen Ersparnissen und aus eigenem Verdienst – der leider meist mit studienfremden Nebenjobs bestritten wird und dadurch das Studium verlängert und das Studieren belastet. Dadurch werden die Chancen auf dem späteren Arbeitsmarkt geschmälert. Außerdem bedingt ein verlängertes Studium auch ein späterer Bezug des Einstiegsgehalt – das ist bares Geld, das durch studienferne Nebentätigkeiten verloren geht! Manchmal sind selbst mit all diesen Quellen die gesamten Kosten des Studiums nicht zu tragen. Viele Studierende verzichten dann auf ihr Wunschstudium, einen Studienaufenthalt im Ausland, ein karriereförderndes Praktikum oder den Besuch Ihrer renommierten (Wunsch-) Hochschule. Bildungsfonds stellen eine innovative und sozial verträgliche Möglichkeit dar, die Kosten für das Studium zu finanzieren. Damit Dein Traumstudium nicht zum finanziellen Alptraum wird.

Budget eines durchschnittlichen Studierenden in Deutschland

Einkommensabhängige Studienfinanzierung

Bei diesen Bildungsfonds ist die Höhe Deiner Beitragszahlungen nach Deinem erfolgreichen Berufseinstieg abhängig von Deinem erzielten Gehalt. Wenn Du in ein solches Bildungsfonds-Programm aufgenommen wirst, führst Du nach dem Ende des Studiums über einen im Voraus definierten Zeitraum monatlich einen bestimmten Prozentsatz Deines Einkommens an den Fonds zurück. Dieser Bildungsfonds-Typ bietet Dir also einen wertvollen „Versicherungsschutz“: Verdienst Du nach dem Studium nicht so gut, zahlst Du auch wenig zurück. Und ganz anders als bei unserem Steuersystem zahlst Du immer, also auch bei gutem Verdienst, nur proportional zurück. Ein erfolgreicher Berufsstart wird also keineswegs „bestraft“. Die Beitragszahlungen sind fair und kalkulierbar. Die Bildungsfonds-Finanzierung kann aber noch mehr. Sie ist nämlich eine Versicherung gegen mehrere Risiken: Das allgemeine Konjunkturrisiko (schlechte wirtschaftliche Lage bei Studienabschluss) wird ebenso berücksichtigt wie das berufsbedingte Risiko (schlechte Arbeitsmarktsituation für den Wunschberuf bei Studienabschluss) und das persönliche Risiko („Pech“).

verdienstunabhängigen Bildungsfonds

Bei diesen Bildungsfonds ist die Höhe der Beitragszahlungen nach dem erfolgreichen Berufseinstieg unabhängig von Deinem erzielten Gehalt. Ein solcher Bildungsfonds erinnert dann an ein Darlehen im klassischen Sinne: wenn Du in ein solches Programm aufgenommen wirst, leistest Du nach dem Ende Deines Studiums über einen im Voraus definierten Zeitraum monatlich einen fixen Beitrag an den Fonds. Dabei gibt es eine Karenzzeit, so dass Du nicht sofort nach dem Studium anfangen musst, zurück zu zahlen. Was ist der Unterschied zu einem klassischen Darlehen? Du brauchst bei einem verdienstunabhängigen Bildungsfonds keinerlei bankübliche Sicherheiten (Grundschuld, Bürgschaft) zu stellen. Und die Aus- und Rückzahlungsmodalitäten werden flexibel an Deine individuelle, studentische Situation angepasst.

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